Deo selbst herstellen

Selbstgemachtes Deo

Wie ihr ja vielleicht schon gelesen habt, benutze ich keinerlei konventionell hergestellte Kosmetik. So manch einer hat sich sicher schon die Frage gestellt, ob ich denn dann auch kein Deo benutze. Und die Antwort lautet simpel: ich brauche dafür eigentlich nicht viel, und vor allem aber kein konventionelles, die Poren mit Aluminium vollstopfendes Deo!

Bei meinen Vorbereitungen auf unsere Reise nach Kuba habe ich mir natürlich vorsorglich ein kleines Glas zusammen gemischt und konnte so auch noch Fotos machen! Denn es ist sooo warm hier und so möchte ich natürlich mein Deo ganz besonders nicht missen 😉

Da ich nun schon seit Monaten mein selbst hergestelltes „Anti-Transpirant“ verwende, möchte ich heute die so einfache und schnelle Rezeptur teilen und hoffe, ich kann den einen oder anderen damit überzeugen oder zumindest etwas inspirieren 🙂

Warum wir schwitzen

Schwitzen ist eine natürliche Entgiftung des Körpers. Hierbei werden Gifte auf natürlichem Wege ausgeschieden. Es ist daher eigentlich ganz normal, dass man dann und wann ein wenig schwitzt, vor allem jetzt im Sommer. Aber auch in stressigen Situationen oder bspw. bei sportlicher Betätigung ist das ganz normal! Grundsätzlich heißt es sogar: man sollte jeden Tag mindestens zehn Minuten schwitzen! Und warum.schwitzt man unter den Achseln häufiger und schneller?Zum einen finden sich unter den Achseln, ganz simpel gesagt, vermehrt Schweißdrüsen, zum anderen hängt dies mit dem Lymphsystem zusammen, dass hier überdurchschnittlich viel Schweiß ausgeschieden wird.

Wer das Gefühl hat, dass er überdurchschnittlich viel schwitzt, kann und sollte diesem bestenfalls ganzheitlich auf den Grund gehen. Es  hat einen großen Einfluss, wenn der Säure-Basen-Haushalt sich im Gleichgewicht befindet. Weitere Möglichkeiten dem Körper zu helfen zu entgiften, um das übermäßige Schwitzen zu vermeiden, sind regelmäßige Saunagänge, tägliche keine Sporteinheiten (ganz nach dem Motto: täglich zehn Minuten schwitzen!) und das generelle Vermindern von Umweltgiften im Alltag.

Herkömmliches Deo

Normalerweise sind die in den Drogerien erhältlichen Deos vollgestopft mit Duft-, Konservierungs- und sonstigen Zusatzstoffen, zuletzt sogar oft mit Aluminum, welches dann bestenfalls unsere Achseln so zuklebt, sodass wir gar nicht mehr schwitzen. Das ist ein absoluter Trugschluss in sich. Der Körper will und muss entgiften, und über die Schweißdrüsen ausscheiden! Verweigert man ihm also den „Weg“ über die Achseln, verbleiben die Gifte in unserem Körper und man sammelt Schlacken an. Dazu ist es besonders im Bereich der Brust so, so wichtig, dass sich hier keine chemischen Gifte ansammeln. Nicht umsonst, war das Aluminum vor nicht all zu langer Zeit so im Veruf. Doch auch mit all den anderen Duft-, Konservierungs- und Zusatzstoffe tun wir unserem Körper keinen Gefallen. Zunächst vermindern sie das so wichtige Schwitzen, auf der anderen Seite hat der Körper nun zusätzlich nochmal Gifte, die im Anschluss wieder verstoffwechselt und ausgeschieden werden müssen. Ein wahrer Teufelskreis!

Selbstgemachtes Deo

Selbstgemachtes Deo
Selbstgemachtes Deo

Will man doch ein wenig nachhelfen und einen unangenehmen Geruch vermeiden, kann man sich auf natürliche Weise auch selbst ein Deo herstellen. Das geht super schnell, die Komponenten kann man individuell variieren und man tut seinem Körper noch wirklich etwas Gutes damit.

Wer es das erste Mal ausprobiert, dem sei gesagt, dass ein selbst hergestelltes Deo natürlich nicht mit einem super aluminiumhaltigen herkömmlichen Deo vergleichbar ist. Ein selbsthergestelltes Deo duftet ganz wunderbar und wird helfen den (eventuell unangenehmen) Geruch zu vermeiden. Wenn der Körper jedoch langfristig übermäßig viel Schweiß produziert oder bspw. sogar arg übersäuert ist, sollte man diesem ganzheitlich auf den Grund gehen!

Ich selbst benutze mittlerweile seit über einem Jahr kein konventionelles Deo mehr. Ich habe es anfangs etwas simpel gehalten und nur Kokosöl benutzt. Mit der Zeit hatte ich dann Lust auf ein wenig Abwechslung, und glücklicherweise sind den Ideen und der Vielfältigkeit keine Grenzen gesetzt 🙂 für mich reicht es nun, wenn ich morgens eine Messerspitze (bzw. meinen Zeigefinger) von dem selbst gemachten Deo auf jede Achsel verteile. Es duftet ganz wunderbar, beugt dem eventuell (schwitzigen) Geruch vor und selbst wenn ich sportlich unterwegs bin (und bspw. mit dem Rad zur Arbeit fahre), benötige ich keine weiteren Zusätze und dufte ganz wunderbar nach Pfefferminze, Salbei und leichter Kokosnote. Das super Gemisch hält, was es verspricht 🙂

Selbstgemachtes Deo
Selbstgemachtes Deo

Für ein Glas selbstgemachtes Deo braucht man:

  • ca. 100g Kokosöl
  • 5-10 Tropfen Salbeiöl
  • 5-10 Tropfen Pfefferminzöl
  • 5-10 Tropfen Eukalyptusöl

Das Kokosöl wird in einem Wasserbad im Glas erhitzt. Es dauert in der Regel nur wenige Minuten bis es schmilzt. Der Schmelzpunkt liegt bei knapp über 20°C. Im Sommer ist Kokosöl praktischerweise daher fast immer flüssig!

Hat sich das Kokosöl vollständig verflüssigt, kann man die ätherischen Öle hinzugeben. Anschließend rührt man gut um, damit sich die einzelnen Komponenten gleichmäßig verteilen.

Nun kann das fertig gemischte Deo für kurze Zeit in den Kühlschrank gestellt werden, damit es dort erkalten kann. An kühlen Tagen kann man es auch einfach bei Zimmertemperatur abkühlen lassen.

Was bewirken die einzelnen Komponenten?

Kokosöl wirkt antibakteriell und stellt eine wunderbare Basis für ein Deo dar. Somit wirkt es den Bakterien im Schweiß entgegen, welche eigentlich verantwortlich sind für den unangenehmen Geruch, sofern man dann einmal schwitzt. Kokosöl bringt dazu eine leicht exotische Note mit sich – da gibt es eigentlich nichts auzusetzen 🙂 Wer es ganz einfach mag, kann daher auch nur Kokosöl verwenden, das funktioniert wunderbar und ist somit eine gute Alternative zur Alternative 😉

Ätherisches Salbeiöl ist eine wunderbare Ergänzung. Zum einen duftet es ganz wunderbar, zum anderen hemmt Salbei die Schweißproduktion. Auch in alternativer Kosmetik wird oft Salbei verwendet. Salbeitee z.B. wirkt zudem innerlich einer Schweißproduktion entgegen.

Mit zusätzlich z.B. Pfefferminzöl oder auch Zitronengrasöl duftet unser Deo ganz wunderbar. Auch Eukalyptusöl ist aufgrund des angenehmen Duftes eine ideale Ergänzung. Der Variation sind hier jedoch keine Grenzen gesetzt.

Selbstgemachtes Deo
Selbstgemachtes Deo

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Deo ein wenig inspirieren 🙂 Falls ihr neugierig seid und wissen wollt, wie man seinen Körper auf ganz natürliche Weise pflegen kann: in meinem ausführlichen Artikel „Natürliche Körperpflege“ findet ihr ganz viele Infos! 🙂

Viele liebe Grüße von der Insel und ich hoffe, ihr genießt den Sommer genauso sehr wie ich! 🙂

Alles Liebe,

Coco

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.