Wie schaffe ich es meine Ernährung umzustellen?

Vegan und glutenfrei

Wer sich dazu entschlossen hat seine Ernährung umzustellen, wird besonders am Anfang über die eine oder andere Hürde stoßen. Ganz gleich für welche Ernährungsform man sich entscheidet: alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen, ist nie einfach! 🙂 Ich möchte in diesem Artikel die besten Tipps zusammenfassen und auf diese Weise meine Erfahrungen teilen, die mir auf dem Weg geholfen haben, konsequent zu bleiben und mich selbst zu motivieren.

Vegan und glutenfrei unterwegs

Es kann unheimlich hilfreich sein, hunderte von Rezepten zu lesen oder sich Kochbücher zu kaufen, doch es ist keine Sicherheit, dass man damit „am Ball“ bleibt. Und wenn du denkst, dass die meisten Rezepte immer waaaahnsinnig aufwändig und umständlich sind, möchte ich dir sagen: wenn man sich gut organisiert, ist es eine wahre Erleichterung, denn eine vegane und glutenfreie Ernährung hat mein Leben unheimlich erleichtert und vereinfacht. Vor allem, weil ich mich jetzt auf das Wesentliche besinne! Hier auf meinem Blog veröffentliche ich regelmäßig neue Rezepte. Und hoffe, dir somit Inspirationen für Gerichte zu geben, die schnell und einfach zuzubereiten sind und nur aus sehr wenigen Zutaten bestehen.

  1. Küche aufräumen

Zu Beginn meiner Ernährungsumstellung habe ich meine komplette Küche auf den Kopf gestellt und alles verbannt, bzw. verschenkt, was ich nicht mehr „brauchte“. Es war eine Wohltat und eine Erleichterung sich von zahlreichen, in der Küche zu verlockenden Lebensmitteln zu verabschieden. Auch dem letzten Glas Nutella habe ich das Beste gewüscht und es dann entsorgt. Natürlich kommen einem dann Gedanken wie „Aber das könnte man doch noch essen!“ – doch warum sollte man etwas behalten, was einem nicht gut tut und den Körper nur belastet? Behalte dein Ziel vor Augen und mach dir bewusst, wo dein Weg hinführen wird. Jeder kleine Keks und jedes eingefrorene Toast hat in deiner Küche dann nichts mehr zu suchen! 🙂 Kennst du das Stichwort „Lieber den Magen verrenkt, als dem Wirt was geschenkt!“? Mir ist dieses in den letzten Monaten sehr oft durch den Kopf gegangen. Wir haben es von klein auf so beigebracht und halten daran fest, dass man alles aufessen muss und es eine Schande ist, etwas „wegzuschmeißen“. Doch wenn du deine Ernährung wirklich umstellen möchtest, darfst du auf so etwas keine Rücksicht nehmen. Dein Körper wird es dir danken!

  1. Ganz „basic“ denken

In meinem Artikel „Vegan und glutenfrei leicht gemacht“ bin ich schon einmal darauf eingegangen, wie einfach eine pflanzenbasierte Ernährung eigentlich funktionieren kann. Ich bin irgendwann zu der Erkenntnis gelangt, dass es Sinn macht, wenn man ganz einfach denkt: ohne Umwege und ohne viel Schnickschnack. Warum sollte man es sich schwer machen und sich zu jeder Mahlzeit und jeden Tag ein großes, aufwändiges Menü zaubern, wenn man auch einfach mal nur eine Papaya auslöffeln und nachspüren wie es dem Körper damit geht und wieviel Energie er daraus zieht? Immer heißt es, dass eine vegane, bzw. pflanzenbasierte Ernährung so anstrengend ist, doch man kann es sich auf diese Weise gaaanz einfach machen: Obst muss nicht groß zubereitet werden, man kann es einfach genießen sobald es abgewaschen und geschnitten ist, und auch ein Salat ist sehr schnell zubereitet. Jedes frische Lebensmittel liefert uns genau die Vitalstoffe, die wir brauchen 🙂

Natürlicher Sonnenschutz

  1. Ein gutes Kochbuch

Ich habe unzählig viele Kochbücher in meinem Schrank und sie haben mir viele Inspirationen gegeben. Doch das Beste ist eigentlich: Ich habe dadurch kochen gelernt und schaue seither höchst selten nach neuen Rezepten. Was ein gutes Kochbuch vermittelt, ist die Auswahl der Zutaten, die Kombination und die Zubereitungsmöglichkeiten. Denn wer hätte gedacht, dass man z.B. Süßkartoffeln gemeinsam mit Quinoa in einer Tomatensoße köcheln lassen kann? Die Variationen sind vielfältig, doch das System dahinter ist recht simpel. Besonders für den Anfang hilft es auf jeden Fall sehr, sich an einem „roten Faden“ zu orientieren. Kreativ wird man mit der Zeit ganz von allein!

  1. Austausch und soziale Medien

Es funktioniert nicht, wenn man sich allein fühlt und eine Ernährungsumstellung ganz mit sich allein ausmacht. Natürlich ist es daher zunächst eine gute Sache, wenn man seinen engsten Freunden bzw. der Familie davon berichtet, welche Entscheidung man getroffen hat. Doch ein kleiner Tipp am Rande: lass dich von den Zweifeln oder gut gemeinten Ratschlägen nicht aus der Ruhe bringen. Sofern du dich gut belesen und recherchiert hast, wirst du auch argumentieren können!
Doch ich kann aus Erfahrung sagen, dass dieser neue „Abschnitt“ auch ein echter Gewinn sein kann. Man lernt auf diese Weise uneheimlich viele neue Menschen kennen, kann sich austauschen und sich gegenseitig inspirieren. Ganz gleich, ob dieses über die sozialen Medien, wie Facebook, Instagramm etc., oder auch Kochkurse, Restaurants oder vieles mehr geschieht: es tut unheimlich gut zu wissen, dass man nicht allein ist und es sooo viele Gleichgesinnte gibt, die einen bestärken, inspirieren und motivieren.

"Overnight-Oats" mit Blaubeeren und Kiwis

  1. Mahlzeiten vorbereiten

Abhängig davon wo und wie man arbeitet, wie man seinen Tag verbringt und wann man seine Mahlzeiten zu sich nimmt: besonders am Anfang ist es sehr sinnvoll wenn man seinen Tag klar strukturiert und vorbereitet ist. Weiß man bspw., dass man in der Katine nicht das bekommt, was man gern essen möchte, nimmt man sich einfach eine Lunchbox mit. Ist man viel unterwegs, bereitet man sich sein Essen einfach für den ganzen Tag vor.

Vegan und glutenfrei

Zuletzt war es mir sogar zu heikel im Flugzeug zu essen. Ich wollte keine großen Erwartungen haben (die hat man im Flugzeug sowieso nicht 🙂 ), auch wenn man sich hier gewiss für eine vegane Variante hätte entscheiden können, doch das Servieren in Aluminium- bzw. Plastikschälchen finde ich nicht ganz richtig, sodass ich alles, was ich während des Langstreckenfluges gegessen habe, selbst mitgebracht hatte. Natürlich hätte es nicht funktioniert einen Smoothie mit durch die Gepäckkontrolle zu schleusen, doch ein Salat mit Ofen-Gemüse sowie Obst und Nüsse, waren absolut kein Problem und damit war ich für 15h unterwegs sein sehr gut versorgt!

Salat mit mariniertem Rosenkohl und Orangendressing

  1. Geeignete Restaurants auswählen

Das Essen auswärts kann sich schwierig gestalten, sofern man das Restaurant nicht kennt. Informiert man sich vorher, bzw. man entscheidet sich gezielt für ein Restaurant mit Alternativen, kann man auch auswärts man ganz entspannt essen! Es gibt mittlerweile so viele vegane Restaurants, die dann auch Verständnis haben, wenn man andere Sonderwünsche hat (Stichwort: Glutenunverträglichkeit oder auch anderes). Doch auch in klassischen Restaurants lohnt sich ein Blick auf die Speisekarte oder ein Anruf zuvor: besondere Ernährungsformen sind mittlerweile immer bekannter, sodass es gar nichts Besonderes ist, wenn man fragt, ob ein Gericht z.B. auch ohne Sahne zubereitet werden kann. Zudem gibt es mittlerweile einige Restaurants, die viele vegane Speisen in ihre Speisekarte integriert haben! Besonders die asiatischen Restaurants sind hier in jedem Fall eine gute Option.

Vegan und glutenfrei

Eine klassische „Alternative“ für Veganer ist natürlich immer der Salat, mit Öl und Essig liegt man da in jeder Hinsicht richtig. Ganz nach dem Motto: „simpel und einfach“! Und warum nicht, denn wenn es darum geht, sich mit Freunden zu treffen, muss das Essen schmecken und uns Vitalstoffe geben – ein einfacher Salat erfüllt genau diese zwei Kriterien!

Vegan und glutenfrei

Wenn ich bei Freunden eingeladen bin und es bei einer Party z.B. ein klassisches Buffet gibt, sage ich auch genau das: zum Kaffeetrinken, während andere sich ein Stück Sahnetorte reinziehen, freue ich mich über frisches Obst. Es muss kein aufwändig gestalteter veganer Kuchen sein, nur des Kuchens wegen, denn den kann man sich ja quasi täglich selbst zubereiten oder nicht? 🙂 Zum Abendessen ist es eine Wohltat, wenn es eine Auswahl an frischem Salat gibt. Die andere Gäste haben greifen da ganz selbstverständlich auch zu und es ist nichts Besonderes! 🙂

Natürlicher Sonnenschutz

  1. Regelmäßig einkaufen gehen

Wenn man beginnt seine Mahlzeiten zu planen, ist man von grundauf schon mal gut organisiert. Doch das funktioniert natürlich nicht für eine ganze Woche oder gar für länger. Daher macht es besonders am Anfang Sinn, sich immer die Mahlzeiten für ein paar Tage zu überlegen und dementsprechend einkaufen zu gehen. Mit der Zeit wird man auch sicher und kann langfristiger und mit Bedacht planen.

Da eine pflanzenbasierte Ernährung jedoch auch viel Gemüse und Obst miteinschließt, macht es Sinn öfter einzukaufen, da die Sachen so zum einen frisch sind und man es so auch schafft, alles aufzuessen und sogar noch spontan entscheiden kann worauf man Appetit hat. Alternativ kann man die „trockenen“ Zutaten in einem großen Einkauf auf Vorrat besorgen und dann z.B. frische Lebensmittel auf dem Markt einkaufen, oder wenn man zufällig an dem (Bio-) Supermarkt des Vertrauens vorbei kommt!

Kürbisse auf dem Markt

  1. Eine gut ausgestattete Küche

Eine gut ausgestattet Küche ist das A und O! Hat man sich mit frischen Lebensmitteln eingedeckt und den Kühlschrank voll gepackt, ist das natürlich super! Doch dazu braucht man viele andere Zutaten sehr regelmäßig und wenn der Vorratsschrank gut gefüllt ist und man auch spontan mal etwas kochen kann, ist es schon gar nicht mehr so anstrengend. Vor allem Pseudogetreide (wie Quinoa, Amaranth etc.) Und Hülsenfrüchte (wie Linsen, Bohnen etc.) halten sich in kleinen Gläsern gelagert ewig und inspieren mich z.B. sehr oft zum Kochen bestimmter Gerichte. Auch verschiedene Öle, Kakao und Gewürze oder (glutenfreie) Mehle sollten in einem gut sortiereten Küchenschrank ihr Plätzchen finden.

Es ist übrigens auch wirklich praktisch, wenn man seine Kühltruhe ordentlich füllt: nicht mit fertig gekochten Speisen, sondern mit frischen, eingefrorenen Zutaten wie z.B. Erbsen, Bohnen oder anderem Gemüse, sowie verschiedenen Beeren, Kirschen oder anderem Obst. Auch frische Kräuter können wunderbar im Kühlfach gelagert werden. So kann man optimal dosieren, die „frischen“ Zutaten können nicht schlecht werden und man hat für den Fall der Fälle immer einen guten Vorat. Natürlich ist dies nicht das Nonplusultra und frische Zutaten sind damit nicht zu toppen, doch mit dieser gesunden Alternative macht man sich das Leben wirklich einfacher und es heißt, dass dennoch viele Vitamine und Mineralstoffe beim Einfrieren erhalten bleiben.

9.Mit Fasten in die neue Ernährung starten

Es hat sich vielfach bewährt vor einer Ernährungsumstellung zu fasten, um zum einen den Körper darauf vorzubereiten und zum anderen ist man sich auf diese Weise dessen was man isst sehr bewusst. Man besinnt sich auf die Einfachheit der Nahrung, man spürt, man schmeckt, man riecht viel intensiver und kann auf diese Weise um so besser fühlen, was der Körper wirklich braucht. Sicherlich bieten sich auch währenddessen immer wieder (kleinere) Fastenperioden an. Mir hat es damals im Zuge der Umstellung sehr geholfen, meinen Körper ein paar Tage ausschließlich mit Saft zu versorgen und mir darum Gedanken zu machen was mein Körper wirklich braucht. Doch auch seither habe ich immer wieder Phasen, wo ich meine Nahrung auf das Nötigste beschränke und starte danach jedes Mal mit einem unheimlich erweiterten Bewusstsein.

Vegan und glutenfrei

Wem ein Wasser- oder Saftfasten zu radikal ist, kann auch problemlos auf das Basenfasten zurückgreifen, wobei man sich dann darauf beschränkt ausschließlich Obst, Gemüse und Kräuter zu essen, welche basisch verstoffwechselt werden. Besonders für eine Umstellung auf eine vegane Ernährung ist dies sehr empfehlenswert und sinnvoll: man wird mit dem Geschmack des Obstes und Gemüses noch mal ganz intensiv vertraut.

Vegan und glutenfrei

Fazit

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel ein paar Inspirationen geben und dich darin bestärken deine Ernährung umzustellen, bzw. deine Ernährungsumstellung weiter durchzuziehen. Ich weiß, dass es nicht einfach ist, seine Gewohnheiten komplett umzustellen, und da es sich ums Essen handelt, ist dieses ja fast zu jeder Tageszeit präsent, bzw. man wird täglich sehr oft damit konfrontiert. Eine Ernährungsumstellung ist etwas anderes, als eine Diät, da man nicht nur für einen kurzen Zeitraum Disziplin beweisen muss. Daher muss man sich seines Entschlusses schon sehr bewusst sein. Eine Umstellung der Ernährung bedeutet nämlich in gewisser Hinsich auch Stress für den Körper, da sich der gesamte Stoffwechsel verändert und die Verdauung und die daraus resultierenden Vorgänge im Körper natürlich eine große Veränderung bedeuten. Der Körper wird es dir jedoch sehr danken, wenn deine Ernährung von Ruhe und Beständigkeit geprägt ist und deine Verdauung somit optimal funktionieren kann!

Vegan und glutenfrei

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