Natürliche Haarpflege

Natürliche Haarpflege

Seit ich denken kann, hatte ich immer lange Haare. Zu Teenager-Zeiten waren sie sogar so lang, dass sie mir bis über den Popo reichten. Als ich noch klein war, kringelten sie sich zu wunderbaren Löckchen, später tendierten meine Haare eher zu einer welligen Struktur. Künstliche Haarfarbe benötigte ich nie, da ich von Natur aus mit einem sehr satten braun gesegnet bin. Mit den Jahren variierte ich hier und da mal, probierte verschiedene Schnitte aus, hatte verschiedene Versionen eines Ponys,… Doch eigentlich war die Pflege und das „Herrichten“ immer mit viel Aufwand verbunden.
Was mich immer besonders störte: nach dem Waschen brauchten sie unheimlich lang, um zu trocknen, selbst wenn ich sie föhnte, dauerte es ewig. Außerdem: wenn es draußen nur ein bisschen nieselte, fingen sie stets sofort an zu krisseln. Irgendwie kamen mit der Zeit noch weitere unschöne Eigenschaften hinzu, wie z.B. trockene Spitzen, und zuletzt sogar eine überempfindliche, mit Schuppen reagierende Kopfhaut, sodass die Pflege für mich nur noch ein anstrengender Akt war.

Irgendwann im April 2016 bin ich durch auf einen Reiseblog gestoßen, der mich dazu anregte meine komplette Haarpflege zu überdenken. „No poo“ war das Stichwort – Haare nur mit Wasser waschen? Das soll funktionieren? Ich stolperte von einer Website zur nächsten und lies mich von vielen Erfahrungsberichten und Bildern überzeugen, sodass ich mein eigenes Experiment startete. Ich hätte mich natürlich zunächst auf ein naturkosmetisches Shampoo oder sonstige Alternativen einlassen können, doch ich entschied mich sofort für den radikalen Weg. Mein Mann war sehr skeptisch und hoffte nur, dass ich nicht in wenigen Wochen verfilzte, oder sogar stinkende Haare haben würde.

Das erste Mal Haare nur mit Wasser waschen gestaltete sich ganz einfach, denn da wussten ich und meine Kopfhaut wahrscheinlich noch nicht so richtig, was auf uns zu kam. Ich hatte zwar zu diesem Zeitpunkt noch nicht das Gefühl einer wirklichen „Reinigung“, doch zumindest hatte ich auch keine arg fettigen Haare, wie ich es erwartet hatte. In den Erfahrungsberichten hieß es immer: es dauert ungefähr 6 Wochen, bis sich die Kopfhaut komplett umstellt. So nahm ich mir dieses als Ziel und wollte zumindest 6 volle Wochen durchhalten, um dann zu entscheiden, ob ich meine Haarpflege komplett umstellen würde. Ich verzichtete also ab diesem Zeitpunkt auf alles, was nur irgendwie in Plastikflaschen in der Drogerie erhältlich ist: Shampoo, Spülung, Conditioner, Spitzenfluid, Anti-Frizz-Lotion und Hitzeschutzlotion. Diese Produkte landeten in einer großen Tüte und wurden vorerst im Keller verstaut. Haarspray und Schaumfestiger hatte ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht benutzt, doch auch diese verbannte ich aus meinem Bad. Für mich war es wichtig, dass ich nicht zufällig in Versuchung komme und sofern ich in eine “Krise” gerate, das Experiment, wenn schon denn schon, ganz bewusst abbreche.

Im Laufe der 6 Wochen probierte ich viel aus, las regelmäßig im Netz auf verschiedenen Seiten, um nicht zu verzweifeln und doch wieder auf irgendein Shampoo oder andere Produkte zurückzugreifen und machte mich mit allen Tricks vertraut, um nur irgendwie die Zeit zu überstehen.

Wie funktioniert Shampoo

Die Verwendung von Shampoo ist eine Gewohnheit. Beginnt man einmal damit seine Kopfhaut und die Haare zu „trainieren“, kommt es zum Gewöhnungseffekt. Sampoo reinigt die Kopfhaut und befreit sie von Schmutz, Fett und Bakterien. Dabei muss unser Körper nicht mehr viel leisten. Herkömmliche Shampoos sind gefüllt mit Parfüm-, Farb-, Konservierungs- und vielen weiteren Inhaltsstoffen. Diese gewährleisten eine Reinigung, verleihen einen angenehmen Duft und bringen dazu viele weitere Eigenschaften mit sich wie z.B. dass sie das Haar bei jedem Waschen zusätzlich colorieren oder zunächst samtig weich machen.
Beginnt man einmal mit einem Shampoo, so macht man sich abhängig. Man benutzt es, es reinigt die Haare und sobald die Haare nachfetten, nutzt man es erneut.

Der Körper nutzt die Kopfhaut für die Reinigung und in gewisser Hinsicht auch für die Entgiftung. Wenn die Haare schnell fettig werden oder Schuppen zu sehen sind, kann man davon ausgehen, dass der Körper zu viele Gifte in sich trägt, die er auf irgendeine Weise ausscheiden will. Auf der anderen Seite dient das Sebum, welches aus den Drüsen der Kopfhaut gelangt und als fettiger Film empfunden wird, den Haaren selbst, denn es nährt und schützt sie. Dieses Sebum wird aus den Drüsen in den Haarfollikeln abgegeben. Beginnt man also damit die Haare ohne Schampoo zu waschen, versucht die Kopfhaut dies selbst zu regulieren und schießt erst einmal eine Menge Sebum vor, um sicher zu stellen, dass die Haare nicht austrocknen und ausreichend genährt sind. Man empfindet es zunächst als unangenehm, doch ist dies prinzipiell nur der natürliche Schutz der Haare.

Bio-Shampoos

Shampoos aus dem Bioladen, bzw. von alternativen Marken sind i.d.R. zumindest frei von Parfüm-, Farb-, Konservierungs- und sonstigen Zusatzstoffen. Auch Parabene oder Parafine sind hier i.d.R. nicht enthalten. Dennoch handelt es sich hier noch immer um ein chemisches Produkt. All die Inhaltsstoffe, werden von den Haaren und über die Kopfhaut aufgenommen. Niemand würde auf die Idee kommen, ein Shampoo in den Mund zu nehmen, denn der Körper würde einem sofort signalisieren, wie giftig es für den Körper ist. Wird es auf die Kopfhaut aufgetragen, gelangt es dennoch in den Körper und muss hier verstoffwechselt werden. Es gibt einige Bio-Shampoos, die aufgrund ihrer wenigen Inhaltsstoffe für den Übergang eine Möglichkeit für das Abgewöhnen eines herkömmlichen Shampoos darstellen. Für den langfristigen Gebrauch sind sie jedoch nicht uneingeschränkt zu empfehlen und dazu eine sehr kostspielige Lösung.

Spülung, Conditioner, Spitzenfluid etc.

Die Drogerien bieten neben Shampoos noch eine sehr große Palette an zusätzlichen Produkten zur Pflege unserer Haare an. Es gibt Spülungen, um die Haare sehr weich zu machen. Ein Conditioner sollte einmal wöchentlich aufgetragen werden. Damit die Spitzen nicht trocken werden, hilft Spitzenfluid. Zum Schutz vor dem Föhnen gibt es eine Hitzeprotection. Für die Sonne gibt es auch ein Spray mit UV-Filter. Schnell wird deutlich, dass für jeden Anlass im Alltag ein neues Produkt entworfen wird. Hierbei bedingt sich vieles gegenseitig: Durch den Gebrauch eines Shampoos tendieren die Haare zu einer gewissen Trockenheit und man muss diesem mit einem weiteren Produkt entgegenwirken.

Alternativen

Macht man sich den Trend einmal bewusst, kommt man schnell zu der Erkenntnis, dass es auch eine andere Möglichkeit geben muss, seine Haare zu reinigen und zu pflegen. Die natürliche Haarpflege bewährt sich in vielen Punkten: man belastet nicht seinen Organismus und die Haare sind natürlich schön gepflegt. Die natürliche Regulation gewährleistet eine gute Versorgung der Haare mit den notwenigen Vitalstoffen und schützt zudem auf natürliche Weise. Die Haare werden widerstandsfähiger und resistenter. In der natürlichen Haarpflege verzichtet man auf jede Form der Chemie und setzt auf eine natürliche Eigenregulation der Kopfhaut. Für den Übergang der Entwöhnung oder falls man nicht ganz auf ein zusätzliches Produkt verzichten will, bieten sich verschiedene Lebensmittel an, die man unbedenklich auf die Kopfhaut geben kann, da auch der Verzehr ungefährlich ist. Die Steigerung dieser Form ist das Waschen der Haare nur mit Wasser, welches auf mechanische Weise durch Bürsten oder auch durch eine Spülung unterstützt werden kann. Die Krönung der natürlichen Haarpflege ist das ausschließliche Bürsten der Haare. Jede Form der natürlichen Haarpflege kann und sollte durch eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise von innen unterstützt werden.

Roggenmehl ist ein Klassiker zum Haarewaschen. Man gibt hierfür ca. 2 EL Roggenmehl mit ein wenig lauwarmem Wasser in eine kleine Schale und vermixt es, um dann mit dieser Mischung die Kopfhaut zu reinigen und von Schmutz zu befreien. Ein wirklicher Vorteil sind die guten Inhaltsstoffe des Roggenmehles, wie z.B. die B-Vitamine, die dadurch von der Kopfhaut aufgenommen und auch die Haare nähren können. Dazu nimmt das doch eher trockene Roggenmehl dem Haar jede Fettigkeit und befreit auf natürliche Weise von zu viel Sebum. Manche Roggenmehle eignen sich aufgrund ihrer Herstellung besser. Grundsätzlich ist Roggenmehl jedoch wesentlich angenhmer für die Haare als andere Mehle, da es i.d.R. nicht klumpt oder verklebt, bzw. man daraus einen angenehmen Brei zubereiten kann, der beim Waschen sogar ein seifiges Gefühl erzeugt. Dazu ist es eine Möglichkeit das Roggenmehl als Trockenschampoo anzuwenden. Die Erfahrungen mit der Reinigung sind sehr unterschiedlich. Es gibt sehr viele Frauen, die damit unheimlich gut zurecht kommen, andere haben das Gefühl, dass die Haare trotz der wirklich natürlichen Reinung nach dem Haarewaschen tendenziell zu trocken sind und die natürliche Regulation der Kopfhaut so wieder aus dem Gleichgewicht gerät.

Auch das Waschen mit Natron oder Backpulver ist dem Roggenmehl sehr ähnlich und stellt so eine gute Alternative dar. Besonders gut eignet es sich als Trockenshampoo, indem man ein wenig Backpulver mit den Fingerspitzen am Haaransatz und auf dem Hinterkopf verteilt (ca. 1 EL). Jedoch sollte man davon wirklich nicht zu viel verwenden, da es die Haare sehr austrocknen und so schnell zu Haarausfall führen kann. Bei vorsichtiger Anwendung fühlen sich die Haare so griffiger und voluminöser an.

Lavaerde ist eine Wascherde und kann traditionell zur Körper- und Haarpflege verwendet werden. Dies ist eine sehr feine Erde und ähnelt der Heilerde, eignet sich jedoch durch die noch feinere Struktur noch besser zum Waschen der Haare und lässt sich relativ gut auswaschen. Besonders, wenn die Haare sehr fettig sind, ist dies die ideale Möglichkeit die Haare zu reinigen und pflegen. Hierbei schafft sie gut Abhilfe und reinigt die Kopfhaut auf natürliche Weise. Lavaerde ist sehr mineralstoffreich und versorgt somit die Kopfhaut mit den notwendigen Mineralstoffen, welches ein sehr angenehmer Nebeneffekt ist. Man nimmt hierfür ca. 1 EL der Erde und vermischt ihn mit etwas Wasser, sodass eine schlammartige Masse entsteht, die man dann auf die Kopfhaut gibt, einmassiert und damit von Schmutz befreit und reinigt. Da Lavaerde das Haar wirklich sehr gründlich reinigt und den Fettfilm entfernt, kann es passieren, dass die Haare sich nach dem Haare waschen sehr sauber und angenehm anfühlen, jedoch wenig später nachfetten. Dieses geschieht durch die wirklich intensive Reinigung, welche die Haare zunächst sehr gut von Schmutz befreit, jedoch so auch den natürlichen Fettfilm beeinflusst und es somit passieren kann, dass die Haare tendenziell trocken sind und im Anschluss, vielleicht sogar erst einige Tage danach, stark nachfetten. Besonders bei der Umstellung von Shampoo auf eine natürliche Haarpflege, ist dieses jedoch eine sehr gute Möglichkeit, um die Haare sanft anzuregen und so die natürliche Regulation der Kopfhaut zu unterstützen. Dazu reinigt die Lavaerde sehr intensiv, welches besonders am Anfang eines Umstellungsprozesses sehr hilfreich sein kann, und man somit der Gefahr, dass sich durch die starke Fettproduktion bspw. ein Pilz bildet, entgegenwirkt. Hier gilt es in jedem Fall die Balance zu finden.

Weitere Möglichkeiten der Verwendung eines natürlichen Haarwaschmittels sind:

  • ein Kräuterhaarwaschpulver
  • Shikakai
  • das Waschen mit Waschnüssen (Rheeta)
  • die Verwendung von Henna zur Reinigung
  • Sidr (der Christusdorn)

Als Spülung eignet sich die Verwendung von Apfelessig, welches die Haare schön glänzend macht. Man bezeichnet dies als saure Rinse. Durch die Säure schließen sich die Haarschuppen und legen sich gut an, welches das Haar widerstandsfähig macht und die Feuchtigkeit im Inneren des Haares bewahrt. Man nimmt hierfür einen großen Schluck Essig zusammen mit einem Liter Wasser und gießt sich diese Mischung über die Haare, bzw. die Kopfhaut. Anschließend kann das Haar nochmals mit Wasser ausgespült werden, auch kann man die Mischung im Haar lassen. Der Hintergrund ist, dass Essig säurehaltig ist und sofern man damit das Haar spült und es die Haare sehr weich macht. Auf der anderen Seite reinigt, beruhigt und desinfiziert es die Kopfhaut. Nachteil ist, dass es auf Reisen ein wenig umständlich ist immer eine Flasche Apfelessig im Gepäck zu haben. Auch der sehr stechend-säuerliche Geruch ist eine Gewöhnungssache. Falls die Kopfhaut zu Schuppen oder sehr stark fettiger Kopfhaut neigt, bietet es sich an, für einen gewissen Zeitraum oder auch sporadisch regelmäßig eine Apfelessig-Kur zu machen, hierfür nimmt man Apfelessig mit Wasser im Verhältnis 1:1 und gibt ca. 500ml davon nach dem Waschen über die Kopfhaut (eventuell kurz nachspülen). Diese Behandlung ist sehr wirksam gegen Schuppen oder bei fettiger Kopfhaut. Für Reisen ist die Variante jedoch schwer umsetzbar, da es sich als sehr aufwändig gestalten kann, eine große Flasche Apfelessig für das Spülen stets parat zu haben.

Zitronensäure hat eine ähnliche Wirkung wie Apfelessig und kann so auch für das Spülen der Haare verwendet werden. Hierfür nimmt man ebenfalls 1 Liter Wasser und gibt einen Spritzer Zitrone hinzu, um mit dieser Mischung anschließend Kopfhaut und Haare zu spülen. Durch die Säure werden die Haare sehr weich und lassen sich so gut kämmen. Vorteil ist wahrhaftig, dass die Zitrone relativ geruchsneutral ist. Hierfür kann man sowohl fertigen Zitronensaft als auch eine frisch ausgepresste Zitrone verwenden. Im Bioladen oder auch in der Drogerie gibt es meist fertig gepresste, in 200ml Flaschen abgefüllte Fläschchen. Diese halten sich laut Verpackungsangabe jedoch nur 5 Tage im Kühlschrank, da sie meist frisch abgefüllt sind und nur für die Lagerung in der geschlossenen Flasche haltbar gemacht wurden. Sie funktionieren wunderbar zum Haarewaschen, doch durch die eingeschränkte Haltbarkeit und auch durch die Umständlichkeit auf Reisen, ist dieses nicht in jedem Fall eine gute Variante. Hier gibt es die Möglichkeit einer praktischen Sqeeze-Zitrone aus dem Supermarkt. Diese muss i.d.R. nicht gekühlt werden, hält bei regelmäßigem Haarewaschen mehrere Monate und durch die hohe Konzentration genügt ein kleiner Spritzer. Eine Sqeeze-Zitrone ist äußerst erschwinglich und somit die kostengünstigste Variante.
Anmerkung: Es sollte auf keinen Fall die Zitronensäure aus der Haushalts-Abteilung (in Pulverform) verwendet werden, da diese unter keinen Umständen auf die Haut gelangen darf und hochgiftig ist! Ascorbinsäure ist auch als Zitronensäure bekannt und enthält sicherlich viel Vitamin C, ist jedoch chemisch und künstlich hergestellt und stellt daher keine wirkliche Alternative dar.
Ein weiterer Vorteil der Zitronenspülung ist, dass sie eine sehr positive Wirkung auf kalkhaltiges Wasser hat. Normalerweise ist auch nur kaltes Wasser zum Spülen der Haare ausreichend und eignet sich als Rinse nach dem eigentlichen Waschvorgang mit bestenfalls lauwarmem Wasser. Wer jedoch in einer Gegend wohnt, wo das Wasser sehr hart und kalkhaltig ist, wird nach dem Waschen sehr stumpfe Haare haben, sofern dem abschließenden Spülen keine saure Komponente zufügt wird. Der Kalk hält sich in den Haaren, besonders am Ansatz und es fühlt sich sehr unangenehm an. Ein Spritzer Zitrone schafft hier sehr schnell Abhilfe und wirkt Wunder.

Ätherische Öle wie z.B. Pfefferminzöl, Zitronengrasöl, Salbeiöl oder Teebaumöl ergänzen eine Rinsen-Spülung oder eine einfache Spülung mit Wasser, sofern das Wasser nicht zu hart ist. Besonders Teebaumöl und Salbeiöl haben eine entzündungshemmende Wirkung und wirken beruhigend auf die Kopfhaut. Pfefferminzöl ist dazu antibakteriell und wirkt Pilzen entgegen. Zitronengrasöl beruhigt die Kopfhaut. Alle Varianten lassen die Haare frisch und angenehm duften. Besonders Salbeiöl ist eine Wunderwaffe, da es eine sehr positive Wirkung auf Schuppen hat und diesen entgegenwirkt, indem es die Kopfhaut beruhigt und somit ein Nachschuppen der sensiblen Kopfhaut verhindert. Schon wenige Tropfen eines ätherischen ätherischen Öles reichen für eine Spülung von mit einem Liter Wasser aus. Natürlich lassen sich diese auch sehr gut kombinieren. Doch sollte man nicht zu viele Tropfen für eine Spülung nutzen, da es sonst zu intensiv wird und auch die Haare danach ölig und strähnig wirken.

Schwarzer Tee soll durch seine Gerbstoffe die Haare ebenfalls pflegen können. Hierfür gießt man schwarzen Tee hochkonzentriert auf und lässt ihn lange ziehen. Wenn er abgekühlt ist, kann er zusammen mit Wasser vermischt als Spülung verwendet werden. Leider gestaltet es sich etwas aufwändig, wenn man immer im Voraus planen muss, wann man seine Haare wäscht, um dann rechtzeitig Tee aufzusetzen. Dazu ist das Ergebnis nicht immer optimal, so kommt es manchmal vor, dass der Tee einen Film hinterlässt und sich die Haare nicht wirklich weich anfühlen. Ein gründliches Nachspülen mit Wasser ist nach der Teerinse unerlässlich.

Was brauchen die Haare

Durch das Bürsten werden die Haare mechanisch gereinigt. Dadurch massiert man die Kopfhaut, welche dadurch zur Durchblutung angeregt wird. Man reinigt automatisch die Poren, welche dazu angeregt werden eventuell Sebum nachzuschießen. Und man befreit die Haare von Schmutz, Talg und Schuppen.
Es gibt verschiedene Bürstenmodelle. Besonders herausragend, wenn auch nicht vegan, ist die Wildschweinborsten-Bürsten, bestenfalls aus 100% Naturmaterialien, ohne Plastiknoppen. Diese Bürste reinigt die Haare sehr gründlich und schonend. Es gibt einige Modelle, deren Borsten etwas gröber sind und somit die Kopfhaut automatisch und gründlich mit massieren. Preislich schwanken die Modelle sehr, wobei eine sehr teure Bürste mit Wildschweinborsten nicht viel besser kämmt bzw. reinigt, sondern wahrscheinlich in vielen Fällen die Produktion und der ethische Aspekt ausschlaggebend für den Preis ist. Eine weitere gute Bürste ist der Tangle Teazer. Auch wenn dies keine Bürste aus Naturmaterialien ist, erweist sie sich in vielerlei Hinsicht als sehr praktisch. Zum einen lässt sich mit dem Tangle Teazer die Kopfhaut wunderbar und schnell reinigen, denn hierdurch lösen sich keine überflüssige Schüppchen und Partikel. Zum anderen massiert das Kämmen mit dem Tangle Teazer und regt zur Durchblutung an, dazu entwirrt er die Haare ohne zu ziepen. Mit dem Tangle Teazer leistet z.B. eine sehr gute Vorarbeit für das Nachbürsten mit der Holzbürste mit Wildschweinborsten, welche dann die Haare nochmals gut reinigt und all die durch das Vorkämmen gelösten kleinen Schüppchen und Partikel auskämmt. Außerdem verteilt sie das Sebum gut im ganzen Haar, daher macht es auf jeden Fall Sinn mit jedem Bürstenstrich vom Ansatz bis hin zu den Spitzen zu kämmen. Außerdem eignet sich zum groben Kämmen der Haare ein klassischer Kamm. Hier gibt es mittlerweile ebenfalls auch viele Modelle aus Naturmaterialien. Besonders ein Kamm mit groben Zinken eignet sich zum Entwirren langer, dicker oder lockiger Haare. Das grobe Kämmen mit einem Kamm ist besonders empfehlenswert nach dem Haarewaschen, wo die Haare sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen sind und durch ein lockeres, grobes Kämmen nur sehr wenig belastet werden.
Alle Utensilien, also Kämme wie auch Bürsten, sollten regelmäßig gereinigt werden (je nach Benutzung und Aufwand eventuell 2x wöchentlich), damit dann auch ihre Reinigungsfunktion für die Haare erhalten bleibt. Für die Reinigung eignen sich lauwarmes Wasser und eine milde Seife. Für Wildschweinborsten gibt es zusätzlich noch einen kleinen Besen aus Metallborsten, der Staub und Haare sehr gut entfernt. Anschließend sollen die Bürsten kopfüber (also mit den Borsten nach unten) auf einem kleinen Handtuch durchtrocknen.

Auch wenn es viele Empfehlungen gibt, dass man seine Haare täglich, am besten morgens und abends mit mindestens 100 Bürstenstrichen kämmen sollte, ist es ratsam hier individuell zu gucken, was die Haare brauchen. So kann z.B. ein übermäßiges Bürsten die Kopfhaut sehr reizen und es kann sich als sehr beruhigend zeigen, wenn man seine Haare einen Tag mal nicht bürstet. Dazu kann sich die Haarstruktur auf diese Weise z.B. auch viel besser entfalten, welches vor allem bei welligem, lockigem Haar der Fall ist. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch zu wissen, dass es mindestens 24 h braucht, bis sich Haare, bzw. Kopfphaut nach dem Waschen regulieren, sodass zusätzliches Bürsten oder erneutes Waschen sie nur durcheinander bringen würde. Optimalerweise kann man sie auch bis zu 3 Tagen nach dem Waschen nicht bürsten, um eine natürliche Regulation der Kopfhaut zu gewährleisten. Die 100 Bürstenstriche sind dazu ein guter Richtwert, jedoch sollte man sich nicht zu sehr Stress machen sie zu zählen.

Weiterhin kann eine sanfte Massage der Kopfhaut mit den Händen sehr förderlich sein für den Haarwachstum. Dafür reichen schon wenige Minuten. Hier lösen sich oft noch kleinere Schüppchen, welche man schnell mit der Wildschweinborstenbürste herauskämmen kann.

Ein zu häufiges Haarewaschen führt zu einer großen Reizung der Kopfhaut. Durch das Waschen wird die Kopfhaut zunächst aus dem Gleichgewicht gebracht, da das Sebum herausgewaschen wird und die Kopfhaut so neu produzieren muss. Nach ca. 24 h hat sich die Kopfhaut beruhigt und es kommt zu einer sanften, mäßigen Produktion des Sebums. Ein tägliches Haarewaschen führt daher zu Irritationen. Falls es aufgrund der Alltagsgestaltung nicht anders möglich ist, sollte man das Haarewaschen zumindest auf ein Minimum reduzieren. In vielen Fällen reicht es die Haare alle 7 – 10 Tage einmal zu Waschen. Erst nach einer gewissen Zeit reguliert die Kopfhaut das Sebum auf ein Minimum, so kann es sein, dass Haare nach 10 Tage waschen weniger fettig wirken als kurz nach dem Waschen.

Zusätzlich zur mechanischen Reinigung von Kopfhaut und Haaren durch intensives Bürsten, steht dem Waschen natürlich nichts im Weg. Für eine zusätzliche Reinigung bzw. Spülung bieten sich alle oben genannten Alternativen an und man muss ausprobieren, was für seine Haarstruktur am besten passt. Leistet man mit den Bürsten zunächst gute Vorarbeit, werden die Haare anschließend mit dem Wasser noch einmal gereinigt und ein eventueller fettiger Film, bzw. kleine Schüppchen oder Schmutz hinausgespült. Das Wasser sollte dafür nicht zu heiß sein, doch auch zu kaltes Wasser reinigt nicht sehr gründlich, sodass eine lauwarme Temperatur optimal ist. Man sollte sie jedoch nicht zu lange spülen, sonst trocknet es die Kopfhaut und auch Haare aus, was dann eventuell später zur Folge hat, dass sie sehr nachfetten.

Das Trocken der Haare nach dem Waschen sollte auf natürliche Weise erfolgen. Sofern die Kopfhaut sich reguliert und den Haaren einen angemessenen Schutz in Form von Sebum geben kann, werden sich die Haare beim Waschen nicht immer stark mit Wasser vollsaugen, sondern eher wasserresistent sein. Dieses ist auch bedingt durch das Anliegen der Haarschuppen in der Struktur des Haares. Sofern sich die Haare nicht mit Wasser vollsaugen, wie es bspw. nach dem Waschen mit Shampoo der Fall ist, trocknen sie auch binnen kurzer Zeit an der Luft. Optimalerweise ist man hierfür draußen und in der Sonne, doch auch im Winter reicht es, wenn man für kurze Zeit die Haare auf diese natürliche Weise trocknen lässt. Es braucht je nach Klima i.d. R. ca. eine Stunde bis die Haare durchgetrocknet sind. Die Verwendung eines Föns ist natürlich in jedem Fall schneller, doch hat zur Folge, dass die Kopfhaut durch die heiße Luft sehr austrocknet und durch die starke Reizung wenig später stark nachfettet. Ein Fön sollte daher nur in Ausnahmefällen verwendet werden.

Weiterhin ist es natürlich unabdingbar, dass das Haar regelmäßig geschnitten wird. Trockene Spitzen führen zwangsläufig zu einer Dysregulation der Kopfhaut, da die Talgdrüsen versuchen viel Sebum zu produzieren, um die trockenen Spitzen zu nähren. Dieses zeigt sich häufig an einer sehr fettigen Kopfhaut. Eine natürliche Möglichkeit wäre es zunächst die Spitzen mit einem Öl (wie bspw. Kokosöl) zu unterstützen, doch schneidet man die Spitzen regelmäßig, sobald sie zu Spliss und Trockenheit neigen, können die Haare von grundauf gut genährt werden und kräftig vom Ansatz wachsen. Hierbei ist es relevant mit welcher Schere die Haare geschnitten werden, denn nicht jede Schere eignet sich für einen guten Schnitt, der die Haarspitzen im richtigen Winkel kürzt. Es ist jedoch nicht unbedingt nötig, dass die Haare dafür nass sind, sondern auch ein Trockenschnitt kann gut funktionieren.

Fazit

Mein Experiment war nach 6 Wochen noch lange nicht beendet. Es dauerte sogar eine ganze Weile, bis ich wirklich zufrieden war mit meinem Waschvorgang und auch das Gefühl hatte, dass meine Haare sich angenehm anfühlen. Tatsächlich würde ich sagen, dass das Gefühl mit jedem Waschvorgang wirklich angenehmer wurde! Man kann simpel davon ausgehen, dass es natürlich einen Einfluss hat wie lang man bereits seine Haare und die Kopfhaut trainiert und geschädigt hat. So bedarf es etwas Zeit bis alles wieder in Balance kommt und sich wieder ein Gleichgewicht eingestellt hat. Doch für mich persönlich hat sich die Mühe sehr gelohnt: Aktuell bin ich sehr zufrieden mit der Einfachheit der Zitronen-Wasser-Spülung, die ein gründliches Haarekämmen nur ergänzt. Ich spare seither wirklich viel Geld, welches ich eben nicht mehr für sämtliche kosmetische Produkte ausgebe. Ich habe viel Platz im Bad und vor allem in meiner Dusche. Und zudem spare ich eine Menge Zeit: zum einen, weil ich in der Drogerie nicht mehr meine ganzen Produkte zusammen suchen oder nach Angeboten Ausschau halten muss und unabhängig bin, und zum anderen, weil meine Haare nach dem Waschen super leicht kämmbar sind und innerhalb kürzester Zeit von selbst durchtrocknen. Prinzipiell dauert es maximal 2 h bis meine Haare komplett trocken sind nach dem Waschen und ihre natürliche, lockige Form einnehmen. Aktuell wasche ich meine Haare ungefähr zwei Mal pro Woche. Regelmäßig versorge ich meine Spitzen mit etwas Kokosöl, am besten hat sich dies am Abend vor dem Waschen bewährt, sodass sich die Spitzen über Nacht davon gut nähren können. Nutzt man sonst kein Öl oder Ähnliches für die Haare, lässt sich das Öl durch ein einfaches Waschen mit Wasser (bzw. Zitrone) wirklich gut und gründlich ausspülen, sodass die Haare nicht fettig wirken!

Meine Haare sind seither widerstandsfähiger: das merke ich vor allem daran, dass sie bei Regen nicht mehr so schnell krisseln und sich mit Feuchtigkeit vollsaugen und aber auch, weil mir seither insgesamt sichtbar weniger Haare ausfallen.

Natürliche Haarpflege

Es gibt in größeren Städten (wie z.B. in Berlin) sowie sicher auch in kleineren Gemeinden einige Naturfrisöre, die damit vertraut sind, dass Shampoo und andere Produkte nicht die einzige Lösung sind, um Haare zu waschen. Hier ist es z.B. auch möglich die Haare trocken schneiden zu lassen. Plant man seinen ersten Besuch bei einem Naturfrisör, sollte man dies vorab jedoch auf jeden Fall noch einmal abklären lassen! Dieses war für mich vor allem in den ersten Monaten goldwert, da es mir ein gutes Gefühl gegeben hat, dass es möglich war, absolut selbst zu bestimmen, was mit meinen Haaren passiert, und auf der anderen Seite wurde ich noch darin bestärkt nicht „aufzugeben“. Außerdem habe ich noch den einen oder anderen hilfreichen Tipp bekommen. Später war es für mich jedoch sogar einfacher, praktischer und billiger, meine Haare selbst zu schneiden. Besonders, da ich lange Haare habe und durch die lockige Struktur, fällt es mir nicht sehr schwer die Spitzen regelmäßig zu schneiden. Doch muss hier wirklich jeder für sich selbst schauen, was das Beste und Angenehmste ist!

Als Kind habe ich es so beigebracht bekommen, jahrelang waren Shampoo und weitere Produkte für mich unabdingbar, heute kann ich es mir nicht mehr vorstellen noch irgendetwas in der Art zu nutzen. Es ist für mich eine komische Vorstellung etwas zu benutzen, was ich nicht einmal in den Mund nehmen würde. So fühle ich mich nun wesentlich wohler und freier und es gibt mir ein Gefühl der Unabhängigkeit!

0 comments

  1. Cosmetoholic – oder: ein Leben mit Naturhygiene – Simply Cocolicious

    […] Fragen habt, könnt ihr mir gern schreiben! In den Beiträgen über natürliche Zahnpflege und Haarpflege gehe ich schon detailliert darauf ein, wie genau sich meine Routine im Badezimmer gestaltet. […]

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  2. Natürliche Körperpflege – Simply Cocolicious

    […] schon in vorhergehenden Artikeln spezifisch und ausführlich über natürliche Zahnpflege und Haarpflege berichtet […]

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  3. Nicole

    Wow, du hast es also geschafft, gratuliere, ich weiß wie schwer es ist. Danke für deinen ausführlicher Beitrag zum Thema Haare waschen. Ich beschäftige mich auch schon lange mit dem Thema natürliche Kosmetik und habe schon viel probiert. Roggenmehlshampoo, Heilerde, Zitronen-Spülung, selbstgemachte Haarseife, doch irgendwie habe ich nie ganz durchgehalten. Als “Alternative” hab ich jetzt ein selbstgemachtes Shampoo mit wenig und sehr milden Tensiden, aber dein toller Beitrag inspiriert mich, es wieder zu versuchen 🙂 Danke dafür!
    Herzensgrüße, Nicole

    Antworten

    1. Coco

      Hallo Nicole,
      ach wie schön! Ich freue mich so über dein positives Feedback! Toll!
      Ja, es ist -anfangs- ein wenig mehr Aufwand – hat man es einmal geschafft, ist es so einfach im Alltag! Frei und unabhängig, ich liebe meine Haare seither! Ich plane demnächst nochmal einen Artikel zu veröffentlichen wo ich mich direkt dem “Abgewöhnen” widmen will. Was genau waren denn bei dir die Schwierigkeiten damals?
      Ganz liebe Grüße zurück!!
      Coco

      Antworten

      1. Nicole

        Was die Schwierigkeiten waren, ist für mich im Nachhinein gar nicht so einfach zu definieren. Mit der Seife waren die Haare nach dem Waschen oft irgendwie “wachsig”. Ich stell dir meinen Link dazu rein: https://herzwaerts.wordpress.com/2016/07/09/der-quirx-mit-den-haarseifen-geht-weiter-teil-2/#more-337
        Mit dem Roggenmehl-Shampoo bin ich am besten gefahren, obwohl mir auch das auf Dauer nicht wirklich passte, da meine Haare immer fettiger und glänzender wurden. Auch hier hab ich einen Beitrag dazu geschrieben, falls es dich genauer interessiert: https://herzwaerts.wordpress.com/2016/09/12/roggenmehl-shampoo/
        Also das Fazit: mir waren die haare zu speckig, aber ich hab auch nicht VOR dem Waschen gebürstet, so wie du. Das wäre noch eine Alternative zum Ausprobieren. Ich freu mich auf einen weiteren Beitrag zu dem Thema 🙂
        Herzensgrüße, Nicole

        Antworten

        1. Coco

          Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort 😊 und danke vor allem für den direkten Hinweis zu deinen Beiträgen, da werd ich gleich mal lesen und stöbern ☺ es ist beruhigend zu wissen, dass du ähnlich experimentiert hast!! Falls Du den Versuch nochmal wagen solltest – Kämmen ist nicht zu unterschätzen, die Kopfhaut will befreit und angeregt werden ☺ Und die Bürsten immer ordentlich auswaschen 😉 viel Glück dabei, falls du es versuchen solltest, und ganz liebe Grüße!

          Antworten

          1. Nicole

            ja, ich glaube das Kämmen könnte da wirklich der entscheidende Punkt sein. Und du wascht deine Haare nur mit “Zitronenwasser”? Ich frag nur nochmal nach ob das alles ist 😉 LG

          2. Coco

            Ja, aktuell habe ich immer einen kleinen Becher in meiner Dusche, gebe einen Spritzer Zitrone hinein und auch 3 Tropfen (äth.) Zitronengrasöl, dann gieße ich es mit 1 Liter kühlem Wasser auf. Ich spüle vorweg mit lauwarmen Wasser, dann mit der Rinse und spüle zum Schluss noch mit kühlem Wasser nach 🙂 Liebe Grüße! PS. Habe dir auch eine Mail geschickt!!

          3. Nicole

            Danke dir für die Antwort. Ich find das super 🙂 Sonnige Grüße, Nicole

  4. Haare waschen ohne Shampoo – 5 wichtige Tipps für den Anfang – Simply Cocolicious – Gesunde Ernährung und mehr

    […] weiter zu recherchieren, Infos einzuholen und sich auszutauschen! Falls ihr neugierig seid, wie natürliche Haarpflege funktionieren kann – in einem vergangenen Artikel hatte ich bereits schon einmal sehr […]

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