Möhren-Walnuss-Brot (vegan + glutenfrei)

Möhren-Walnuss-Brot

Da ich schon seit einigen Monaten selbst mein Brot backe und nun langsam der Perfektion entgegenstrebe, möchte ich heute ein sehr einfaches Rezept mit euch teilen und hoffe, ich kann den einen oder anderen auch dafür begeistern mal den Versuch zu wagen! Das Brot schmeckt himmlisch und ich liebe den Duft, der sich in der ganzen Wohnung verbreitet. Das Möhren-Walnuss-Brot ist vegan und glutenfrei und lässt sich innerhalb kurzer Zeit schnell backen – kein langes Ziehen, kein Hefe-Aufgeh-Prozess, keine aufwändige Zubereitung! Ich mag es so gern, wenn man mit wenigen Zutaten schnell etwas Gesundes auf den Teller zaubern kann. Das Walnus-Möhren-Brot schmeckt frisch natürlich am allerbesten und stellt jedes gekaufte Brot in den Schatten – auch eingefroren und im Toaster aufgebacken schmeckt es noch immer ganz wunderbar und lässt sich so ganz praktisch portionieren.

Lange Rede, kurzer Sinn: warum lohnt es sich überhaupt sein Brot selbst zu backen? Wer sich glutenfrei ernährt, kennt sicher das Dilemma. Glutenfreies Brot ist nicht immer gesund. Meist erhält man es abgepackt und mit sämtlichen Zusatzstoffen (oft sogar Zucker!), sodass das „gesunde“ glutenfreie Brot eigentliche eine Krux ist. Sicher funktioniert das mal, wenn es schnell gehen muss und man nicht viel Zeit hat, doch langfristig ist das keine Lösung. Auch geschmacklich hält ein abgepacktes Brot noch lange nicht mit einem frisch gebackenen, knusprigen Brot mit. Sobald ich an einer Bäckerei vorbeigehe und der leckere Duft nach Brötchen aus dem Laden strömt, bekomme ich wahnsinnig Appetit. Es gibt mittlerweile schon viele Bäckereien, die auf Anfrage auch glutenfreies Brot anbieten. Hier passiert sicherlich bald noch mehr und es ist spannend diesen Wandel zu beobachten. Doch, wenn man sich vor Augen führt, dass man nur mit wenigen Zutaten und innerhalb kürzester Zeit ein frisches, knuspriges Brot aus dem Ofen holen kann, dann wird einem bewusst: der Aufwand lohnt sich in jedem Fall 🙂

Möhren-Walnuss-BrotFür einen großen Laib Brot braucht man:

  • ca.250g Buchweizenmehl
  • 2 Möhren (geraspelt)
  • 150g Walnüsse (klein gemahlen)
  • 1 Tasse Leinsamen
  • 3 EL Flohsamenschalen
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Natron
  • 1 Tasse versch. Kerne (z.B. Kürbis)
  • Wasser

Alle trockenen Zutaten werden in eine große Schüssel gegeben und miteinander vermengt. Die Walnüsse sollten dafür mit einer Küchenmaschine kleingemahlen werden. Hat man keine Küchenmaschine parat, kann man auch gemahlene Walnüsse verwenden, oder alternativ z.B. gemahlene Haselnüsse nehmen!

Dann können die Möhren geraspelt und mit zu den trockenen Zutaten gegeben werden. Dabei verklumpt alles ein bisschen, das ist aber normal und nicht so schlimm. Die Möhrenraspeln machen das Brot später schön saftig!

Nun gibt man Wasser dazu. Ich verwende normalerweise gefiltertes Wasser, hat man keinen Wasserfilter, nimmt man einfach Leitungswasser mit Zimmertemperatur. Ich gebe dabei immer zunächst wenig Wasser hinzu und beginne langsam zu rühren. Erst dann gebe ich nach und nach etwas mehr Wasser hinzu. Der Teig sollte zum Schluss eine matschig-klebrige Konsistenz haben und am Löffel kleben bleiben. Insgesamt braucht man ungefähr 200-300ml, es kann aber auch mehr oder weniger sein.

Anschließend lässt man den Teig kurz ziehen und bereitet in der Zeit die Brotform zu: Ich verwende normalerweise immer eine Kastenform (30cmx15cmx7cm) und lege Backpapier darin aus, dass die gesamte innere Fläche der Form damit bedeckt ist. (Ich habe einmal jedoch auch schon eine runde, kleinere Form benutzt und das hat genauso gut funktioniert!)

Dann gibt man den klantschigen Teig in die Form und verteilt alles gleichmäßig. Nun kann alles in den 170° vorgeheizten Ofen gegeben werden und zunächst für 20min backen. Nach 20min nimmt man das (fast fertige) Brot mit dem Backpapier aus der Form und lässt es ohne Form und nur auf dem Backpapier ca. weitere 40min backen.

Anschließend nimmt man das Brot aus dem Ofen und lässt es abkühlen. Das braucht eine gewisse Zeit! Es darf erst angeschnitten werden, wenn es wirklich ausgekühlt ist.

Wie schon oben erwähnt, lässt sich das Brot super einfrieren und im Toaster aufbacken. Ich schneide es hierfür immer direkt in Scheiben und gebe es in eine Zipper-Tüte, das ist super praktisch und nicht aufwändig. So habe ich jederzeit frisch aufgebackenes Brot parat! Wenn man eine riesige Schüssel verwendet und gleich eine doppelte Menge Teig zubereitet, hat man auch nicht viel Aufwand und so Brot für einige Wochen auf Vorat!

Am liebsten genieße ich mein Brot übrigens mit Erdnussbutter und Kokosflocken. Doch auch verschiedene vegane Streichs oder auch nur Tomatenmark passen ganz wunderbar zum dem nussig-knusprigen Brot 🙂

 

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