Selbstgemachte Zahnpasta mit Zimt

Zahnpasta selbst herstellen

Vor einigen Monaten habe ich bereits einen seeehr ausführlichen Artikel über natürliche Zahnpflege veröffentlicht. Da ich in den letzten Wochen viel rumprobiert habe und nun eine ganz wunderbare Zahnpasta kreiiert habe, möchte ich diese neue Inspiration mit euch teilen! 🙂

Warum sollte man eigentlich seine Zahnpasta selbstherstellen?

Herkömmliche Zahnpastas sind vollgepackt mit Flouriden, Mikroplastik, schäumenden Tensiden und sonstigen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen. Es heißt, man solle Zahnpasta auf gar keinen Fall verschlucken. Doch wenn ich mir bewusst mache, wie zart die Mundschleimhäute sind und, dass sämtliche Inhaltsstoffe binnen 30 Sekunden (!) aufgenommen werden, gruselt es mich. Da unser Körper in der heutigen Zeit genug damit beschäftigt ist irgendwelche Gifte auszuscheiden, sollte man ihn mit solchen unnötigen Extras nicht noch überfordern.

Lange Zeit habe ich daher Bio-Zahncremes ohne die ganzen Zusätze verwendet. Es gibt hier eine breite Palette und ein Blick auf die Rückseite lohnt sich in jedem Fall – denn dann weiß man wenigstens, was man sich täglich zweimal in den Mund tut.

Eine wirkliche Alternative ist daher das Selbstherstellen einer „Zahnpasta“. Das geht schnell und einfach und die meisten Zutaten findet man sowieso in einem gut sortierten Küchenschrank 🙂 Wer das eine oder andere nicht parat hat, oder nicht mag, kann die einzelnen Komponenten einfach weglassen und daher super variieren.

Grundsätzlich gilt: alle Zutaten sind optional! 🙂 Denn eigentlich kann man seine Zähne auch nur mit Wasser putzen, denn durch das Putzen mit einer Zahnbürste geschieht die Reinung auf mechanische Weise. Alles, was man also auf seine Zahnbürste tut, ist das „On-top“, das „Goodie“, das „Nonplusultra“ und gibt unseren Zähnen und dem Zahnfleisch nochmal ein Extra an Pflege 🙂

Das wir unsere Zähne mit einer leuchtenden, cremigen, schäumigen Zahnpasta putzen, ist im Grunde genommen eine Gewohnheit. Etwas, das wir von klein auf beigebracht bekommen haben. Wer kennt es nicht – als Kind lernt man: Wenn es ordentlich schäumt, dann hast du ganz ordentlich geputzt! Doch warum eigentlich? Vielleicht kann man dieses Konzept einfach mal in Frage stellen…?! 🙂

Selbstgemachte Zimt-Zahnpasta
Selbstgemachte Zimt-Zahnpasta

Für ein großes Glas „Zahnpasta“ braucht man:

  • ca. 100g Kokosöl
  • 2 TL Xylit (Birkenzucker)
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Kurkuma
  • 5 Tropfen Pfefferminzöl
  • 5 Tropfen Eukalyptusöl
  • 5 Tropfen Salbeiöl
  • 1-2 TL Ratanhia-Tinktur

Das Kokosöl wird in einem kleinen Glas im Wasserbad erwärmt. In der Regel schmilzt Kokosöl bei knapp über 20°C, daher dauert das gar nicht lang. Anschließend werden alle andere Zutaten nach und nach untergerührt. Dann kann das Glas aus dem Wasserbad genommen werden.

Bestenfalls lässt man die fertige Mischung im Kühlschrank erkalten. Wenn man es einfach nur bei Raumtemperatur stehen lässt, dauert es schon sehr lang, ist aber auch möglich.

Während des Erkaltens sollte man immer mal wieder umrühren, damit alle Komponenten sich gleichmäßig und gut verteilen. Vor allem das Zimt tendiert dazu sich auf dem Boden abzusetzen. Gegebenenfalls kann man auch später die erkaltete, fertige „Zahnpasta“ noch einmal etwas umrühren.

Selbstgemachte Zahnpasta mit Zimt
Selbstgemachte Zahnpasta mit Zimt

Was bewirken die einzelnen Komponenten?

Kokosöl hat eine antibaktierelle Wirkung und stoppt Karies, zudem ist Kokosöl eine gute Basis und verleiht dem Ganzen etwas „creme“-artiges.

Ätherische Öle duften zum einen wunderbar und haben alle noch zusätzliche, positive Eigenschaften. Salbeiöl bspw. wirkt entzündungshemmend, Pfefferminzöl wirkt antibakteriell und gibt einen frischen Geschmack, Eukalyptusöl riecht ganz wunderbar! Ätherische Öle sind hochkonzentriert und duften und wirken sehr intensiv, daher genügen schon wenige Tropfen!

Xylit ist ein Zuckeralkohol und bekannt als Birkenzucker. Und jetzt denkt man: Was, Zähne mit Zucker putzen? Das macht doch keinen Sinn! Macht es aber, sogar sehr! Dieser sieht nur ähnlich aus wie der herkömmliche weiße Haushaltszucker, kann jedoch vom Körper nicht verstoffwechselt werden und eignet sich sehr gut zur Reinigung der Zähne, zur Mineralisierung und zur Verhinderung von Karies.

Ratanhia bekommt man als Tinktur in der Apotheke und hat eine sehr entzündungshemmende Wirkung. Für mich hat es sich langfristig als die Wunderwaffe schlechthin bewährt. Ratanhia ist eine Wurzel und eigentlich leider gar nicht so bekannt. Ich bin darauf aufmerksam geworden, da es in diversen naturkosmetischen Zahncremes enthalten ist.

Zimt und Kurkuma geben der Zahnpasta einen ganz wunderbaren Geschmack! Dazu wirken entzündungshemmend, sind vollgepackt mit Mineralstoffen und bewirken eine Aufhellung der Zähne! Wer hätte es gedacht? 🙂 Wer gern Zimt-Kaugummis kaut, wird Zimt in der Zahnpasta lieben!

Zahnpasta selbst herstellen
Zimt-Zahnpasta selbst herstellen

Kleine Anmerkung: ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich anbietet sich im Anschluss, also nach dem Zähneputzen, mit einem gelben, bzw. dunklen Handtuch den Mund abzutrocknen. Das Kurkuma färbt leider doch sehr. Mit einem gelben Handtuch jedoch ist es gar kein Problem! Wem das zu heikel ist: man kann alternativ das Kurkuma natürlich auch einfach weglassen. Alle Komponenten sind optional! Kurkuma hat jedoch eine unheimlich reinigende Wirkung – es färbt zwar alles andere, die Zähne macht es jedoch strahlend weiß! Ich möchte es in meiner Zahnpasta daher nicht missen! 🙂

Falls ich euch mit diesem Artikel inspirieren konnte und ihr neugierig seid wie man sonst seine Zähne auf natürliche Weise pflegen kann, findet ihr in meinem ausführlichen Artikel „Natürliche Zahnpflege“ noch ganz viele Infos 🙂

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