Tostones – the Cuban way to eat bananas

Tostones

Meine Reise nach Kuba liegt nun schon ein wenig zurück und ich bin noch gar nicht dazu gekommen eines der leckeren Gerichte zu posten. Die Fotos sind eigentlich alle bereit, doch im Moment fehlt mir einfach die Zeit – ich versuche mich gerade ziemlich intensiv auf die Ausbildung zu konzentrieren, lese ein Buch nach dem anderen, habe zusätzliche Seminare und komme so mit dem Schreiben kaum hinterher. Doch heute möchte ich euch ein klassisches kubanisches Gericht vorstellen: Tostones! 🙂

Vegan und glutenfrei unterwegs

Es klingt aufwändiger als es ist und es steckt wirklich nicht viel dahinter 😉 Auf Kuba gehören die Bananen zur täglichen Mahlzeit dazu wie bei uns die Kartoffeln. Bananenbäume sind überall und an jeder Ecke zu finden. Klassischerweise werden sie direkt grün und in einem großen Strunk geerntet. So können sie dann für einige Zeit an einem kühlen Ort, vielleicht sogar im Kühlschrank, gelagert und nach Bedarf verzehrt werden. Es braucht einige Tage, bis sie richtig reif und weich sind, doch auch die grünen Bananen kann man wunderbar verarbeiten. Ein wahrer Vorteil ist, dass sie dann eine Art Gemüse sind. Sie sind reich an dem Ballaststoff Pektin und der Zuckeranteil ist noch nicht so hoch. Man geht davon aus, dass, wenn gesunde pflanzliche Balaststoffe reifen, sie in Zucker umgewandelt werden. Deswegen schmecken die gelben, reifen Bananen, die wir kennen, auch so wahnsinnig süß. Die grünen Bananen sind anfangs sehr hart und sollten für den Verzehr besser gekocht, bzw. erhitzt werden.

Hier in Deutschland sind sie (leider) noch nicht ganz so bekannt. Man findet sie allerdings mindestens in jedem gut ausgestatteten Asiamarkt. Auch einige große oder einfach gut ausgestattete Supermärkte (z.B.Kaufland) haben regelmäßig grüne, noch unreife Bananen im Angebot und verkaufen sie unter dem Begriff „Kochbananen“.Tostones

Für eine große Portion „Tostones“ benötigt man:

  • 1 grüne Kochbanane
  • eine mit Wasser gefüllte Schüssel
  • 1 große Portion hitzebeständiges Brat-Öl
  • etwas Salz

Zunächst wird die Banane geschält. Hierfür bietet es sich an, die Banane in eine mit Wasser gefüllten Schüssel zu tauchen und die Schale direkt unter Wasser abzuziehen. Schält man die Banane ohne Wasser, bleibt ein klebriger Film an den Händen. Wer es nicht glauben will – Der Versuch lohnt sich auf jeden Fall 🙂 Auch ich wurde nach anfänglicher Naivität eines besseren belehrt 😉 Falls es doch dazu kommt, dass die Hände verklebt sind: es hilft, sich mit Kokosöl die Hände einzureiben, dadurch löst sich der klebrige Film ganz schnell 🙂

Tostones

Tostones

Anschließend kann die Banane in kleine Scheiben geschnitten werden. Diese Scheiben werden dann zunächst beiseite gelegt, damit man anschließend die Pfanne vorbereiten kann: hierfür gibt man eine große Portion Öl in eine kleine Pfanne und erhitzt dieses. Es ist soviel Öl nötig, dass der ganz Boden der Pfanne bedeckt ist, daher bietet es sich an, eine eher kleine Pfanne zu nehmen.

Sobald man sich das Öl auf die entsprechende Temperatur erhitzt hat, können die Bananenscheiben in die Pfanne gegeben werden. Sie sollten frei liegen und sich nicht gegenseitig berühren.

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Sind die Scheiben von einer Seite gut goldbraun durchgebacken, wendet man sie einmal mit dem Pfannenwender und brät sie auch von der anderen Seite.

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Anschließend werden die fertig gebackenen Bananenscheiben auf ein Brett gelegt. Nun nimmt man ein Nudelholz oder einen ähnlichen Gegenstand, um die Bananen noch einmal „breitzuschlagen“, damit sie anschließend noch einmal von beiden Seiten in der Pfanne gebraten werden können. Die Kunst hierbei besteht zum einen darin, die Bananen nicht „kaputt zu schlagen“, jedoch genügend Kraft aufzuwenden, um sie „platt zu machen“.

Tostones

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Nachdem die „platten“ Bananen dann von beiden Seiten in der Pfanne gebraten wurden, kann man sie zum Auskühlen zunächst auf ein Küchentuch gegen, welches überschüssiges Fett aufnehmen wird.

Falls von den geschnittenen Bananen noch Scheiben übrig sein sollten, kann man den Vorgang nun mit den restlichen Scheiben wiederholen, bis alle Bananenscheiben fertig ausgebacken sind. Anschließend können die fertigen „Tostones“ mit Salz bestreut und serviert werden.

Tostones
Tostones

Tostones werden in Kuba sehr regelmäßig als Beilage gereicht. Durch den hohen Balaststoffgehalt sättigen sie unheimlich. Sie schmecken eher herzhaft und keinesfalls süß. Vor allem die Kombination aus gebraten und salzig macht sie so lecker, dass sie meist als erstes verspeist werden. Aufgrund des hohen Fettgehalts sollte sich der Konsum natürlich in Grenzen halten und es bietet sich an ein hochwertiges und vor allem hitzebeständiges Öl zu verwenden.

Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Artikel inspieren und wünsche euch gutes Gelingen 🙂 An dieser Stelle möchte ich einen großen Dank an die Oma meines Mannes ausprechen, die sich bei der Zubereitung die ganze Zeit auf die Finger hat schauen lassen, sodass ich auch all die tollen Fotos knipsen konnte 😉

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