Vegan und glutenfrei leicht gemacht

Vegan und glutenfrei

Ich beschäftige mich schon seit Ewigkeiten mit Ernährung allgemein, seit geraumer Zeit nun also auch mit veganer, also rein pflanzlicher Ernährung. Immer wenn ich davon erzähle, denken alle, dass es waaaahnsinnig schwierig sei und ja eine sehr große Umstellung. Dies ist ein Artikel der etwas anderen Art und ich möchte einige Vorurteile aus dem Weg räumen und dir vielleicht ein wenig Inspiration geben, denn eigentlich ist es ganz einfach sich rein pflanzlich zu ernähren!

Irritierende Vorgaben

Es gibt Richtlinien, die besagen, man solle wöchentlich 1x Fleisch, etwas Fisch sowie Getreide und Milchprodukte zu sich nehmen und auch täglich mindestens 5 Portionen Obst, bzw. Gemüse. Doch warum ist das eigentlich so? Wie kommt man auf solch oberflächliche Angaben? Warum beschränkt man sich auf solch ein System?

Das Schwierige ist, dass diese Aussagen verunsichern und dazu kann man sie absolut individuell auslegen. Denn Getreide ist nicht gleich Getreide und Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Wenn man dazu seine „Portionen“ Obst bzw. Gemüse in gekochter Form zu sich nimmt, ist es ein wahrer Trugschluss in sich. Davon kann man sich in jeder Hinsicht frei machen!

Worum es wirklich geht

Macht man sich erstmal frei von solchen Vorgaben und besinnt sich auf das Wesentliche, kommt man zu der Erkenntnis, dass das einzige, was der Köper wirklich braucht, Vitalstoffe sind. Denn es geht bei der Idee einmal die Woche Fleisch zu essen eigentlich gar nicht darum, dass man Fleisch isst, sondern eher darum, dass man auf diese Weise Eisen, die notwendigen essentiellen Aminosäuren, Vitamin B12 und noch vieles mehr zu sich nimmt. Doch damit macht man es sich einfach. Natürlich sind in Fleisch eine Menge Mineralstoffe und Vitamine enthalten, doch dazu nimmt man jede Menge Zusätze auf, die der Körper nicht braucht, die ihn sogar belasten. Bei konventioneller Haltung sprechen wir hier von jede Menge Antibiotika sowie Hormone. Das tierische Protein wird im Körper sauer verstoffwechselt, welches zu einer Übersäuerung und einem noch größeren Bedarf an Nährstoffen führt. Fleisch enthält zuviel gesättige Fettsäuren, zu viel Cholesterin und noch vieles mehr – das braucht der Körper alles nicht. Sind das die Mineralstoffe wirklich wert?
Dass man Milchprodukte zu sich nehmen soll, bezieht sich auf den Calicumbedarf. Jedoch ist es nun sogar nachgewiesen, dass das Calcium in der Milch gar nicht vom Körper aufgenommen werden kann und durch den hohen Anteil an Phosphat in der Milch mehr Calcium über die Nieren ausgeschieden wird. Daher zählen Milchprodukte sogar zu den Calciumräubern.

Daher gilt: Ganz gleich, ob du dich für eine vegane, für eine Vollwertkost oder wofür auch immer entscheidest – sei dir bewusst, was du isst und warum und was es dir an Vitalstoffen liefert! Lass dich nicht von irgendwelche Angaben oder Trends oder Diäten oder Ernährungsratgebern irritieren.

Es gibt zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, die der Körper in unterschiedlichen Mengen braucht und die auf unterschiedliche Weise aufgenommen, bzw. selbst im Körper hergestellt und unterschiedlich lang gespeichert werden: Angefangen bei Calcium bis hin zu Vitamin C. Man muss sie gar nicht alle so genau kennen, denn wenn man sich abwechslungsreich und planzenbasiert ernährt, landen die wichtigsten Vitalstoffe sicherlich jeden Tag auf dem Teller.

Ich verrate dir sicher kein Geheimnis, wenn ich erzähle, dass Buchweizen unheimlich gesund und eine wahre Vitalstoffe ist. Doch wusstest du, dass Buchweizen unheimlich viel Kalium, Calcium, Magnesium, Kieselsäure sowie Vitamin E  und B-Vitamine enthält? Sofern man ihn über Nacht keimen lässt, vervielfacht sich sein Nährstoffgehalt sogar nochmal. Da er dazu noch reich an Aminosäuren ist, lässt ere das Fleisch eigentlich ziemlich alt aussehen. Doch das ist nur ein Beispiel. Will man varrieren, kann man auch die anderen Pseudogetreide rotieren lassen. Von Amarant bis Quinoa – der Abwechslung sind eigentlich keine Grenzen gesetzt und sie alle sind voll gepackt mit Vitalstoffen.

IMG_8795 Kopieklein

Ganz basic

Doch setzen wir einfach nochmal ganz vorn an: was braucht der Körper wirklich? Und das ist ganz simpel und kein Geheimnis, denn was er braucht, sind vor allem auch Vitamine und diese stecken in verschiedensten Variationen in Obst und Gemüse.  Denkt man also ganz einfach und ohne Umwege, wird einem bewusst, dass es für unseren Körper eine echte Wohltat ist, wenn wir ihn damit ganz umfangreich versorgen, am besten frisch und unverarbeitet. Die Angabe „Five a day“ klingt an sich erstmal nicht schlecht, doch eine pflanzenbasierte oder „vegane“ Kost kann auch gut und gern mal aus 80% Obst, bzw. Gemüse bestehen, je nach dem worauf man Appetit hat. Verträgt man Frischkost nicht all zu gut, kann man einen Teil davon natürlich auch kochen, dünsten, backen oder was auch immer, denn besonders in der Umstellung wird der Magen, bzw. Darm mit zu viel Rohkost ordentlich zu tun haben.

Über Kalorien, Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate

Die heutigen Angaben über den Kalorienverbrauch sind höchst irreführend. Sicherlich macht es Sinn sich im Rahmen des Übergewichts und einer drastischen Diät daran zu orientieren, doch warum sollte man es sich als Normalverbraucher damit schwer machen? Diese Angaben sind in jedem Fall höchst individuell und es geht eigentlich darum, dass das Essen uns genügend Energie liefert. Auch macht es viel mehr Sinn seine Vitamine zu zählen oder vielleicht die Farben, die man auf seinem Teller platziert hat 🙂 Das Sättigungsgefühl setzt im Übrigen nach 20 Minuten ein, ganz gleich wie schnell man isst. Je mehr du dein Essen davon im Mund wahrnimmst, desto leichter wird es verdaut und je mehr Energie gibt es dir im Endeffekt.

Auch die Angaben über Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate sind höchst individuell, denn nicht jeder kann in gleichem Maße alle drei Makronährstoffe verdauen und sie müssen auch nicht in jeder Mahlzeit enthalten sein. Es ist sicher sinnvoll sich darüber bewusst zu sein, was genau man auf seinem Teller hat und ob die Mahlzeit bspw. nur aus Fetten besteht. Doch grundsätzlich ist es einfach wichtig, dass man nach dem Essen einfach satt ist.

Jeder Mensch kann tendenziell besser eines dieser drei verdauen: also Fett, Eiweiß oder Kohlenhydrate. Hier handelt es sich um Tendenzen, denn manche Lebensmittel enthalten natürlich auch alle drei auf einmal. Was für dich selbst besser geeignet ist, kannst du nur erfühlen. Alternativ gibt es dazu auch Tests, die man durchführen kann.

Ernährungsumstellung

Wichtig ist bei einer Ernährungsumstellung auf sein Gefühl zu hören: das, was deinem Körper gut tut und dir schmeckt, wird auch gut für dich sein. Man muss sich dabei nicht einreden, dass man von allem ganz viel braucht und seine Portionen um so größer gestalten, damit der Körper auch wirklich ausreichend versorgt ist. Bei zu großen Portionen tritt dann nämlich schnell das Gegenteil ein: das Essen beginnt im Dünndarm zu gären und die entstehenden Gifte belasten den Körper so sehr, dass er die Nährstoffe gar nicht mehr aufnehmen kann. Daher macht es Sinn sich immer vor Augen zu halten, dass eine kleine, simple Mahlzeit einen riesigen Effekt hat. Warum nicht einfach mal nur eine Papaya auslöffeln und nachspüren wie es dem Körper damit geht und wieviel Energie er daraus zieht? Warum nicht einfach mal einen Kürbis backen und ihn zusammen mit etwas Buchweizen genießen? Klingt zu einfach und fad? Dann rundet das Ganze vielleicht eine darüber ausgepresste Zitrone ab, die uns zudem ordentlich mit Vitamin C versorgt 🙂

Radieschen

Fazit

Höre auf dein Herz, oder besser gesagt auf deinen Bauch! Dein Körper wird dir anzeigen, was er braucht. Wenn du dich energiegeladen, gesund und rundum wohl fühlst, dann hast du in jedem Fall eine gute Auswahl getroffen! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.